
Mit 18 Jahren stand ich trotz gebrochener Hand im Olympiafinal von Livigno und belegte Rang 4 mit Diplom. Ein unvergessliches Erlebnis, das mir zeigt, dass ich ganz vorne mitfahren kann.
Und dann war ich also da, in Livigno – obwohl ich ja vor Weihnachten noch die Hand gebrochen habe. Es war schon speziell, ich mit 18 Jahren an den Olympischen Spielen.
Die drei Wochen vorher war ich mega nervös. Als ich dann aber bei Superwetter schon die Qualifikation als Drittschnellste abgeschlossen hatte, merkte ich, dass die Nervosität weg war und ich alles im Griff hatte. Es war ein mega Erlebnis und ganz anders als bei anderen Rennen: Schon oben beim Gate hörte man die Zuschauer unten im Zielraum, dass sie uns anfeuern. Und dann lief am Nachmittag ab den Achtelfinals alles perfekt. Ich kam immer weiter und weiter – und plötzlich stand ich im Final. Wirklich crazy! Die Hand im Tape hatte mich überhaupt nicht behindert, und wieder einmal profitierte ich jeweils am Start von meinen schnellen Beinen. Auch im Final, es war verrückt, da ging es dann wirklich um den Olympiasieg – und ich mittendrin. Auch da lag ich vorne - bis zu einem kleinen Fehler, der mich ausbremste. Das wurmte mich später, aber bald schon überwog die Freude über Rang 4 und das Diplom.
Ein zweites gab es ja dann noch im Team-Event, den ich mit Kalle Koblet bestritt. Leider stürzte er und es blieb Platz 6.
Cool war in Livigno natürlich, dass alle da waren: Meine Familie, Verwandte, Freunde – ich danke allen herzlich, dass ihr mich so sehr unterstützt habt, das gilt auch für alle in meinem sportlichen Umfeld. Ich werde weitere Gelegenheiten bekommen, es noch besser zu machen.